Usere Bioland - Weidehähnchen werden mit einem besonderen Futter aufgezogen

 

Nach Biolandrichtlinien muss 50 – 60 % des Futters aus eigener Produktion stammen, der Rest darf von anderen Biolandbetrieben oder biolandzertifizierten Futtermittelfirmen kommen. 30% des Futtermittelbedarfs darf Umstellungsware sein welche zu niedrigeren Preisen eingekauft werden kann. Max. 5% darf zur Zeit noch konventionell erzeugte Ware sein (oft Maiskleber oder Kartoffeleiweiß als günstige Eiweißquelle).

Wir decken die Eiweißkomponente im Futter über einheimisches Soja oder Lupinen und selbst angebauten Bohnen und Erbsen. Durch den regionalen Zukauf haben wir zu unseren Lieferanten und Futterproduzenten persönlichen Kontakt und sind von deren Futtermittelqualität überzeugt. Dadurch versuchen wir von Futtermittelskandalen, die durch billig produzierten Massenware kommen kann, nicht betroffen zu sein. Des weiteren ist es so, dass in unserer Mittelgebirgsstruktur die Produktion von Futtermittel arbeitsintensiver ist und wir einen geringeren Ertrag erwirtschaften.

 

Um für sie ein gesundes und hochwertiges Lebensmittel zu produzieren bekommen unsere Weidehähnchen ca. 80% selbst angebautes Futter. Um ein ausgewogenes Futter zu erhalten, ergänzen wird es mit Ölen (Leinen oder Rapsöl und Rapskuchen) und Kräutern aus Deutschland. Durch diese Öle verändern wir das Fettsäuremuster im Geflügelfleisch positiv. Wichtig sind da die Omega-6-Fettsäuren und die Omega-3-Fettsäuren. Das Verhältnis zwischen Omega-6 und Omega-3-Fettsäuren sollte in unserer Ernährung 3:1 betragen, da die beiden Fettsäuren miteinander um den Einbau in die Zellmembranen konkurrieren. Liegt das Fettsäureverhältnis Omega-6 zu Omega-3 im empfohlenen Bereich, werden vermehrt Omega-3-Fettsäuren herangezogen, deren Produkte im Körper entzündungshemmend wirken (verringern die Blutgerinnung, wirken günstig auf den Blutdruck, vorbeugend von Atherosklerose,..). Ist das Verhältnis zwischen Omega-6-Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren hingegen ungünstig, werden mehr entzündungsfördernde Substanzen produziert, die bestimmte Erkrankungen, wie etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen, begünstigen.

 

 

Eine weitere wichtige Fettsäure ist die CLA (konjugierte Linolsäure). Aus ihr entstehen im Körper Substanzen, die sich unter anderem positiv auf Fett-Muskelmasse Verhältnis, Blutdruck, Artrose, Diabetes, Cholesterin, Arteriosklerose, das Nervensystem (anhand von Tierversuchen festgestellt) ausüben. Während Linolsäure hauptsächlich in pflanzlichen Samen und Ölen vorkommt, findet sich konjugierte Linolsäure in größeren Mengen in Butter, Milch und Milchprodukten sowie im Fleisch von Rind, Schaf und Ziege. Wissenschaftler der Universität Jena fanden heraus, dass das Milchfett von ökologisch erzeugter Milch dreimal mehr CLA enthält als konventionelles Milchfett. Die Weidehaltung und das Futter der Öko-Kühe werden dafür verantwortlich gemacht. Der Gehalt an CLA im Lebensmittel kann durch eine grünland-basierende Fütterung und den Verzicht von Mais beeinflussen werden. Da wir in unserem Futter kein Mais haben, die Hähnchen Grünmehl bekommen und durch verziehbare Ställe stets frisches Gras im Auslauf haben, ist der CLA-Gehalt in unseren Hähnchen 2-3 mal höher als bei konventionellen Hähnchen.

 

Verhältnis Omega-6 : Omega-3-Fettsäuren CLA in mg/100g LM

Empfohlen von DGE 5 : 1

Konventionell

Bio

Unsere

Fütterung

CLA Konventionell

 

CLA mit unserer Fütterung

Durchschnitt in Europa

15–20 : 1

 

 

 

 

Milch und Käse

10-15 : 1

5-10 : 1

1-2 : 1

 

 

Geflügelfleisch und Eier

18-20 : 1

10-15 : 1

2-3 : 1

10 -20 mg

20 -30 mg

Untersuchungen von der LUFA Nord-West in Oldenburg, Institut für Lebensmittelqualität

 

 

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Mit unseren Hähnchen kaufen sie ein qualitativ hochwertiges Produkt und tun etwas für Ihre Gesundheit.